Vokal-Jazz vom Feinsten
Im Landsberger Stadttheater gibt es eine Veranstaltungsreihe: „Jazz and more“.
Da trat vorgestern Maria Pia de Vito auf. Wer sie noch nicht kennt, dem sollen ihre CDs ans Herz gelegt sein. Maria Pia de Vito singt super Scat und erweitert diese Form des Improvisierens durch rhythmische Atemgeräusche, kleine Schrei, Zungentriller, und, und, und, … Die leicht rauchige Stimme der in Rom lebenden Neapolitanerin ist charakterstark und hat hohen Wiedererkennungswert.
Zusammen mit dem Komponisten und Pianisten Huw Warren bildet sie eine künstlerische Einheit von solchen Ausmaßen, dass man kaum zu glauben wagt: beide arbeiten erst seit etwa eineinhalb Jahren zusammen. Ein weiterer sehr interessanter Aspekt des Konzertes war die Sample-Technik, mit der Frau de Vito seit gut 10 Jahren experimentiert. Sie sampled kleine Tonfolgen und Atemgeräusche und baut sich daraus einen rhythmischen und akustischen Klangteppich auf dem sie dann weitersingt. Einfach toll. Ihre CD: „Songs from the Underground“ und die neuste Scheibe: „Dialektos“ kann ich allen nur wärmstens empfehlen. P.S: „Dialektos“ ist noch nicht auf dem deutschen Markt erhältlich. Sobald sie raus kommt folgt eine Besprechung.
